FEIERTAGSAMUSEMENT I

Irgendwie hatte ich ein wenig Bauchschmerzen mit dem „Himmelfahrtkomando“ Bleau. Zum einem jammert die operierte Schulter immer noch beim Bouldern, zum anderen hatte ich keine Lust auf Ticket ziehen an einem europaweiten Feiertagswochenende. Da die bereits anwesenden bzw. auch anreisenden Freunde auch eher in Familien- bzw. Paarkonstellation chillig parcouren wollten und wir auch noch den Montag frei hatten, dachte ich einfach warum nicht. Los ging’s Mittwoch nach der Arbeit. Mittlerweile habe ich mir für alle möglichen Anfahrten angewöhnt, noch Zwischenstopps zu suchen. Kurz nach Reims gibt es ein nettes Bouldergebiet namens Hottee du diable. Es liegt zwar nicht ganz in der Mitte auf dem Weg nach Bleau, aber dorthin sind es nur fünf und nicht sechseinhalb Stunden Fahrt.

Man kann nochmal durchatmen, meist alleine bouldern und am nächsten Tag gemütliche anderthalb Stunden weiter nach Bleau fahren. In Bleau waren wir auf dem altbekannten Campingplatz la mussardiere. Der Platz ist kein Highlight, hat aber ein Schwimmbad, was mit Kindern bei hohen Temperaturen ein enormer Vorteil ist. Ein weiterer Vorteil ist die Laufnähe zu den Gebieten von Trois pignons, was diese allerdings an so Wochenenden auch mehr als überfüllt.

Als überwiegend seilkletternder Mensch draußen ist man bereits volle Klettergebiete an den langen Wochenenden gewohnt. Was hier in Bleau an diesen Wochenenden vor allem in kindertauglichen, leicht erreichbaren und erkletterbaren Gebieten abgeht, hat aber schon die Kategorie Viehmarkt. Da lohnt der Blick in abgelegenere Gebiete, sofern man die Möglichkeit hat. Was sich zudem lohnt, ist die Anschaffung einer Wanderkarte. Der Wald ist so durchzogen von Wegen, dass die Skizzen in den Boulder Führern schnell an ihre Grenzen stoßen.

Wie auch immer, es lohnt sich, nach Bleau zu fahren, es lohnt sich auch, den Blick mal weg von den klassischen Zielen zu wenden, weil der Wald mehr als Tausend und ein Problem bietet. Das klingt natürlich immer toll, aber ich weiß auch, wie schwierig es manchmal ist, mit Kind und Kegel Neuland zu suchen. Den Weg nicht finden, im Wald herum irren und genervt aufgeben ist nicht das, was man an so einem Wochenende möchte.
Möchten wir aber sechseinhalb Stunden Anreise in Kauf nehmen, um an Bouldern anzustehen ?

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About the Author: DerAlte

Klettert seit 1990.

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