Gerade ist der Day of Boulder in der Frankfurter Boulderwelt zu Ende und ich frage mich zum wiederholten Male, wer eigentlich Adressat solcher Spaß-Wettkämpfe sein sollte.
Gerade als Boulderer im Rhein-Main-Gebiet fällt auf, dass – egal wie der Spaßwettkampf der einzelenen Hallen auch heißen mag- eigentlich immer die selben Protagonisten auf dem Treppchen stehen. Dies wird in anderen Regionen ähnlich sein und wäre auch nicht weiter schlimm. Wer gut ist steht nun mal oben.

Die Frage ist aber, ob ich Spaßwettkämpfen gerecht werde, wenn z.B. der der halbe DAV-Leistungskader der Region und darüber hinaus antritt und die vornehmlich spaßbetonten Boulderer auf die hinteren Plätze verweist.
Das zudem dies Antreten der “Leistungssportler” in Spaßwettkämpfen die ausrichtenden Hallen und ihre Schrauber zu einer hohen Schwierigkeit der Boulder zwingt, damit nicht zwanzig Leute den Platz 1 belegen, weil sie die Boulder, die den Spaßkletterer fordern, gelangweilt wegflashen? Und sich im Umkehrschluß der Spaßboulderer schwach fühlt, wenn er höchstens die Hälfte schafft?
Der DAV verlangt in seinen Wettkämpfen eine Lizenz, damit nicht jeder in diesen Wettkämpfen mitspielt. Sollte man umgekehrt z.B. Lizenzinhaber von Spaßwettkämpfen ausschließen? Oder ist es den meisten Spaßboulderern völlig egal, wer teilnimmt? Haben Sie sogar Spaß daran, gute Leute in schweren Bouldern zu sehen, um dann von deren Lösungen zu profitieren?

Was meint ihr?

Viel Grüße DerAlte