Blocdown

Klettern in der Krise

Gefühlt 20 Jahre ist es her, dass ich Ostern NICHT im Kletterurlaub war. Flug war schon gebucht, Kletterführer gekauft und eine ordentliche Portion Motivation aufgebaut. Doch für uns alle kam es ganz anders. Kein Urlaub , noch nicht mal ein Osterwochenende in der Fränkischen möglich.

Also wohin des Weges? Gut, dass es den Boulderkeller gibt, die Motivation verwandelt sich in Kraft, ein krisenfester Job Gehalt in 

Dienstleistung: sprich ein Schreinerfreund baut in auftragsschwacher Zeit ein Minidach in den Keller und erweitert die Kampfzone.
Aber nur drin ist auch Scheisse. Also werden die Quacken angelaufen und beklettert, die in coronafreien 

Zeiten maximal einen autistisch veranlagten Freak pro Jahr sehen. Egal , das Wetter ist gigantisch gut und schwups ist ein Projekt 

definiert. Hier kommt es aber dann leider zu dem Punkt, warum ich nie was richtig schweres klettern werde. Nach zweimal hingehen und nicht schaffen sinkt die Motivation

 gegen Null. Weil ich aber gerne draußen bin, fange ich an, Boulder zu putzen, um einfach neue Dinge klettern zu können. Dabei wächst dann doll die Ehrfurcht vor Menschen, die ganze Gebiete putzen, Wege anlegen und dann vielleicht noch Boulderführer schreiben. Hut ab!

Also Arsch hoch und doch mal dran bleiben. Es geht tatsächlich voran und trotz steigender Temperaturen reiht sich Zug an Zug…..

Bleibt motiviert !

derAlte

 

Und wie geht es anderen? Hier das Ergebnis Umfrage:

Philipp:

Ich habe zwar ein Hangboard im Keller, aber da ich schon seit ein paar Monaten Probleme mit meinen Fingern habe, verzichte ich auf Fingerkraft-Training damit damit die sich endlich wieder erholen (wann wenn nicht jetzt…).
Daher mache ich zur Zeit nur etwas bodyweight exercises und Klimmzüge.

Training mit Ghetto-Charme. Ich kann mich ja in den 10 sek, die ich da hänge nicht noch ablenken lassen. Aber ich würde auch gerne wie du nach 6 Woche Quarantäne aus meiner bat-cave empor gestiegen kommen und stärker sein als jemals zu vor. Aber ich hab nur meine weiße Betonwand.

 

Martin:

Nichts geht mehr. Wenn es mal vor die Tür zum joggen geht, ist das schon das beste.

Wie geht`s euch?