Am liebsten möchte ich meinen Post mit dem Satz eröffnen:”Wer kennt es nicht.” Da ich aber schon einmal so begonnen habe, möchte ich an dieser Stelle anders beginnen.

Wenn man schon eine weile in ein und der selben Halle klettern geht, kennt man so ziemlich jeden Weg. Das ist auch beim Bouldern nicht anders. In guten Hallen verschwinden die Wege nach kurzer Zeit und werden durch andere Farben und Schwierigkeiten ersetzt. Nicht so in unserer! Da bleiben die Wege schon mal bis zu einem Jahr an ein und der selben Stelle. Wie sich jeder vorstellen kann wird das mit der Zeit ein wenig langweilig. Da aber ambitionierte Hobbykletterer ein wenig kreativ sind kann es schon einmal vorkommen, dass man sich einen eigenen Boulder definiert. Aber eins ist gesagt:” Seit dabei nicht zu kreativ!” Denn das wird von anderen Anwesenden argwöhnisch verfolgt.

Für totale uneingeschränkte Aufmerksamkeit kann man sorgen, in dem man 2 Boulder kreativ mit einander verbindet. Das bedeutet ich lasse den Start des Boulders A einfach weg und Starte von Boulder B um an bei Boulder A weiterzugehen.

Das scheint für manch einen ein “A”soziales Vorgehen zu sein. Erst wird sich darüber aufgeregt und nach einer gewissen Zeit wird man mit dem Satz konfrontiert: Der Boulder beginnt aber nicht hier, sondern dort…

Jetzt hat man zwei Möglichkeiten:

Möglichkeit 1: Man bestätigt sein “A”soziales Verhalten und gibt eine Antwort die sich ungefähr so anhört:”Den habe ich mir so definiert”

oder

Möglichkeit 2: “Oh, sorry, ich werde es ab sofort ändern, vielen Dank”

In jedem Fall scheint man in unserer Halle kurz vor dem Rauswurf zu stehen, egal welche Antwort man gibt.

 

In diesem Sinne,
Viel Spaß für die restliche Hallensaison, bald könnt ihr wieder raus :)

Viele Grüße,
Martin