Fontainbleau 2021

009.-FontainebleauNach nicht nur coronabedingter Pause hat sich mal wieder ein Fontainebleau -Urlaub ergeben. In der Vergangenheit war dies ja in größerer Gruppe immer Teil unseres Sommerferienprogramms, aber in diesem Jahr hat es nicht hineingepasst. Am Ende der Semesterferien meines Sohnes hat sich aber doch noch ein Zeitfenster ergeben und so sind wir insgesamt zu viert auf nach Bleau. Nach anfänglich üblen Wetterprognosen konnten wir dann doch auch fünf Tage mehr oder weniger trocken durchbouldern.

Unsere Unterkunft im Ort Arbonne erwies sich als idealer Ausgangspunkt, da viele Gebiete schnell erreichbar waren. Leider gibt es keine Einkaufsmöglichkeiten im Ort, zumindest ein Bäcker wäre schön gewesen. So muss Einkaufen im Tagesprogramm mit eingeplant werden. Die Stadt Milly bietet jedoch alle Möglichkeiten in 15 Minuten Entfernung.

Wer bis auf den letzten Drücker bouldert und das Einkaufen verpasst, kann aber seinen Hunger in der Schnellpizzeria entweder „to go“ oder vor Ort stillen. Die Pizzen waren ok. Zusätzlich gibt es einigen Kletterbedarf (Chalk, Schuhe, Führer, etc) zu kaufen und Pads auszuleihen.

Nach dem Regen am Vortag beschlossen wir, am ersten Boulder-Tag das Gebiet 95.2 anzusteuern. Dies sollte laut Bleauinfo eines der006.-Fontainebleau am schnellsten trocknenden Gebiete sein. Das hat sich am Fels auch bestätigt. Nach dem ausgiebigen Aufwärmprogramm an den schönen Parcourbouldern wollte ich eigentlich „Pince-toi 7a+“ als noch offenen Sack angehen, ein Regenschauer durchkreuzte aber diesen Plan. Auf der Rückfahrt schaute die Sonne bereits wieder raus und wir hielten voller Tatendrang am Gorge aux Châts und vergnügten uns dort noch im völlig trocknen „Humerus Clausus“.

Am zweiten Tag stand Maunoury auf dem Programm. Die Anderen hatten dort insbesondere den Boulder „Cuicuiskowsky 7a“ gelobt, den ich mir anschauen wollte.

Mangels eindeutiger Beschreibung haben wir mit dem blauen Wanderweg den weiteren Zustieg durch das Gebiet Dame Jouanne genommen, was anstrengend aber schön war (eigentlich vom Parkplatz über die Strasse und quasi geradaus in 10 min ins Gebiet). Im Gebiet selbst scheinen hauptsächlich die Einzelboulder beklettert zu werden. Cuicuiskowsky läßt sich für mich „Technikbescheißer“ wunderbar mit diversen Knieklemmern entschärfen und gelang im Flash. Der 7a+ Linksausstieg vom Boulder war dann schon eine härtere Nuss. Der dritte Boulder am Block „Soupcon 7a“ gefiel uns allen ebenfalls sehr gut und kommt durch die Steilheit eher kräftiger daher. 

Isatis am dritten Tag erwies sich trotz Sonnenschein nach dem Nachtregen als schlechte Wahl. Wir boulderten im oberen Teil an einigen trocknen Parcourbouldern, die mir in diesem Gebiet gut gefallen.

Irgendwie hat in jedem Bleau-Urlaub jemand noch einen Sack in Canche aux Mercier offen. Zudem wollten wir am vierten Tag auf Nummer sicher gehen und wählten es auch aus, weil es schnell trocknet. Das man hier nie alleine ist, ist selbstredend. Wenn dann auch noch Schulklassen unterwegs sind, kann es zudem schön laut werden.

„Radio Crochet“ und „le nez“ sind sicher lohnende Einstiege in den Grad 7a mit ihrer mehr als schmeichelhaften Bewertung. Mit „Narine droite“ kann hier jeder auch mal auf Brusthöhe stressfrei schauen, ob er oder sie das Mantlen draufhat. Genug zu tun gibt es hier sicherlich für jeden Grad.

Vor dem Urlaub hatte ich mir einige 7b Boulder auf den imaginären Zettel geschrieben und bisher keinen davon angelaufen. Am letzten Tag steuerten wir mit „La faim du tigre“ im Gebiet Jean des vignes einen davon an. Allein optisch macht der Block schon einiges her. Aber auch seitens der Kraftanforderung. Da ich hier sicher alleine alle Pads für einen halben Tag blockiert hätte, beschlossen wir, doch eher gemeinsam andere Boulder zu probieren. Nach „Yoga 7a“ war bei mir dann aber auch die Luft nach fünf Tagen durchbouldern raus und in „Extraction terrestre 7a+“ in keinem der beiden Schlüsselzugvarianten eine Schnitte zu machen.

Fazit: Besser vorbereiten, weil ich immer wieder im Nachgang Boulder sehe, die ich im jeweiligen Gebiet auch hätte anfassen wollen, endlich Dynamos üben und häufiger nach Bleau fahren  ;-)

 

About the Author: Schiebekeks

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Klettert seit 1990. Nach vielen Jahren am Seil mit unzähligen Reisen mit und ohne Familie verstärkt am Bouldern.

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