Warum trainiere ICH derzeit lieber im Keller? 

Nein, ich bin weder licht- noch kontaktscheu, aber die aktuelle Entwicklung in der sonst so
präferierten Boulderhalle macht mich eher schwach.
Zurück nach OP in einen intensiven Sommer mit vielen Bouldern und Routen am Echtfels haben
ein gewisses Comeback- Feeling aufkommen lassen, welches ich Indoor nutzen wollte, um noch
eine Schippe drauf zu legen und im Herbst gut draußen zu performen.
Da bin ich total Oldschool; Halle ist Training für draußen. Um es kurz zu machen, ich habe eher
ab- als auftrainiert und bin zum ersten Mal seit gefühlten Jahrzehnten schlecht vorbereitet in die
letzten Kletterurlaube gefahren. Woran liegt’s?
Vor der OP habe ich den auseinander driftenden Spielarten jeweils ihre Chance gegeben und
beides genossen. So eine Verletzungspause lenkt den Focus aber auch auf andere Parameter:
Gemütlichkeit zum Verweilen, gute Musik, systematischer und vor allem nach Verletzungen
schonender Leistungsaufbau.
Zurzeit mäandere ich aber durch die Halle und nix lädt mich richtig ein. Geboten werden mir eine
Wettkampfwand, die eher wie eine PopArtPlastik aussieht und offensichtlich auch nur noch von
wenigen genutzt wird, Boulder, die man entweder flasht oder garnicht klettern kann, Parcoure,
deren Schwierigkeitsgrade zuweilen eher gewürfelt als durchdacht erscheinen, eine Szene, die
sich mittlerweile in alle Winde verstreut.
Liegt es an mir, dass ich beim Abfeiern eher an das Tanzhaus West als an Boulder denke, dass
mir altersbedingt dass Licht zu grass, die Musik zu scheisse, dass aktuelle Publikum zu
kindergartenmässig, die Boulder zu verletzungsintensiv oder zu x cultig sind?
ICH gehe wieder gerne in meinen Keller.

derAlte