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Kletterschuhe besohlen, ja oder nein?

Während die einen aus Angst vor einem entstehenden Bioreaktor grundsätzlich immer neue Kletterschuhe kaufen, sind andere vom Wiederbesohlen ihrer dann eingetragenen Schuhe überzeugt.

Im Folgenden versuche ich mal ein paar Kriterien gegenüber zu stellen, dies es meiner Meinung nach zu berücksichtigen gilt:

PREIS

Die aktuellen Kletterschuhpreise liegen mittlerweile im Gros jenseits der 100,- €. Wer viel Indoor an beschichteten Wänden unterwegs ist, schafft es locker, eine Sohle in drei bis vier Monaten durchzuklettern. Da schlägt eine Neuanschaffung schon zu Buche.

Hier punktet die Neubesohlung eindeutig, da man je nach Anbieter und möglicherweise Versandkosten in Bereichen um 35,- € liegt. Handwerklich gut gemachte Schuhe habe ich persönlich schon bis zu viermal wiederbesohlen lassen, bevor dann der auch der Restschuh nicht mehr ernsthaft zu gebrauchen ist.

QUALITÄT

Beim Besohlen verwenden die Anbieter in der Regel die Marken, die auch die Schuhhersteller verwenden. Hier gibt es meiner Erfahrung nach kaum Unterschiede im

Detail

Detail

Reibungs- und Trittverhalten der Sohlen von Vibram, Boreal, 5.10, und Co. Ich klettere mit wiederbesohlten Schuhen genauso gut und schwer wie mit dem Originalschuh.

Maßgeblich ist hier eher die schuhmacherische Qualität des Kletterschuhes und auch die Vorformung der Sohle (z.B. down turn im Zehenbereich). Dadurch kommt ein wiederbesohlter Schuh ggfs. etwas anders geformt zurück, was den ein oder anderen stört. Der Schuh wirkt dann allerdings nicht durch die neue Sohle schlechter, sondern meines Erachtens eher durch die ungewohnte Passform.

ANBIETER

Hier tummeln sich einige auf dem Markt. Am besten googlen und dann den passenden heraussuchen. Immer mehr  Kletter- bzw.  Boulderhallen bieten in Kooperation mit den Anbietern an, den Schuh in der jeweiligen Halle abzugeben. Dies ist praktisch, da kein Zusatzaufwand erforderlich ist, kann ggfs. aber dauern, da evtl. nicht jeden Tag versandt wird.

Für die Frankfurter unter Euch bietet sich aber auch das Schusterlädchen Lenz am Kirchplatz an. Der besohlt bereits seit vielen Jahren Unmengen von  Kletterschuhen und sagt euch dann auch, ob sich das Ganze noch lohnt oder ob er die ein oder andere Vorspannung/Down turn o.ä. so hinbekommt. In der Regel hat man seinen Schuh innerhalb einer Woche besohlt. Und das relativ preisgünstig ohne die gern übersehenen Versandkosten.

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Allerdings werden hier nur Vibramsohlen in verschiedenen Stärken verwendet, was mich aber in den vielen Jahren als Kunde nicht gestört und vor allem nicht davon abgehalten hat, auch mit der vierten Sohle schwere Touren zu klettern.

Der letzte Schliff fehlt noch

Der letzte Schliff fehlt noch

FAZIT

Für mich persönlich ist es neben dem Preis auch eine Frage der Nachhaltigkeit, Schuhe wieder besohlen zu lassen. Eine ein- bis zweimalige Besohlung vertrugen alle meine Kletterschuhe, ohne die Passform allzu sehr zu verlieren. Je länger man sie dann aber trägt, desto mehr weiten sie sich auch. Dann kann man den Highend Schuh aber immer noch als Aufwärmschuh verwenden.

Nachteil des Besohlens ist natürlich, dass der Schuh erst mal weg ist. Da ich aber grundsätzlich mindestens zwei Paar Schuhe in Benutzung habe („Aufwärmer sowie Projektschlappen“) muss ich zumindest schuhbedingt nicht in die Zwangspause gehen.

Grüße,

DerAlte

 

 


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