Was kann man nicht alles beobachten. Spotten die ersten 30 cm des Kletterwegs und dabei denken man hält im falle eines Sturzes den Kletterpartner einfach fest, oder etwa ca. 10 Meter von der Wand entfernt sichern zu wollen und sich dann wundern das der Vorsteiger so schwer zu halten ist. Im falle eines Sturzes würde der Sichernde sowieso an die Wand geschnippst werden. Die Steigerungsform dazu wäre dann noch eine rießen Schlaufe als Schlappseil hängen zu lassen. Nichts gegen Schlappseil, dass kann sogar von Vorteil sein, aber eben nicht 10 Meter von der Wand weg. Der Ruck den es im Falle eines Sturzes des Vorsteigers geben würde, könnte der Sicherungsmann sowieso nicht halten…

Aber was wäre das alles ohne die Diskusion um das perfekte Sicherungsgerät. Mittlerweile gibt es ja alles! Leider bin ich mir ziemlich sicher das der Kapitalismus uns schon sagen wird was es eben noch nicht gibt, wir aber unbedingt zum korrekten und angenehmen sichern benötigen. An dieser Stelle: Vielen Dank dafür!
Das erste mal darüber nachgedacht habe ich als ich gelesen hatte das ein Mono ATC den Designawart gewonnen hat. (Link:
Seit dieser Zeit bin ich doch immer wieder erschrocken welch sinnlose Sicherungsgeräte uns angedreht werden sollen.

Hier ein kleiner Auszug:

HMS
Abseilacht
Petzl Grigri
Petzl Grigri 2
ATC
ATC Single Rope
Mammut Smart
Climbing Technology Click up
Edelrid Eddy
Edelrid Zap-O-Mat
Camp Yoyo
Mad Rock Mad Lock
Wild Country Single Rope Controller

Wahnsinn, wenn ich daran denke ich habe mit dem primitivsten Sicherungsmittel begonnen, dem HMS und das ging auch! Aber was war ich froh das ich dann endlich einen ATC in der Hand hatte. Das halten eines Sturzes oder auch nur das Ausruhen des Vor/Nachsteigers konnte wunderbar und ohne Kraftanstrengung bewältigt werden. Was für ein Vortschritt. Ich habe dann Jahrelang nicht mehr an ein andere Sicherungsmöglichkeit gedacht. Bis 2006. Ich dachte mir das ein Grigi evtl. gar nicht so schlecht wäre. Also ließ ich mir eins zum Geburtstag schenken. Erstes Manko dabei, der Preis! Zweites Manko, abseilen ist mit dem Grigri nicht möglich. Also schleppte ich mitlerweile schon 4 Sicherungsmittel mit mir herum, die da wären HMS, Abseilachter, ATC, Grigri… Schnell lernte ich das sichern mit dem Grigri und auch den nächsten Nachteil, Seil sehr schnell ausgeben muss gelernt sein! Einziger Vorteil: Ich muss nicht festhalten wenn mein Vorsteiger eine Pause macht.

Mittlerweile hat dich jeder Hersteller seine eigene Philosophie was die perfekte Sicherung angeht. Aber was ist den nun die beste? Fakt ist egal für welche man sich entscheidet: ALLE nehmen einem nicht das selbstständige DENKEN ab. Jeder Artikel in diversen Zeitschriften und Onlineportalen könnte sich gespart werden, wenn man nicht das Denken vergessen würde!

Aber nicht nur das bei einigen Zeitgenossen das Denken manchmal schwer fällt, meinen einige sie könnten doch auch noch ein kleines Gespräch mit dem Sicherungsmann(frau) der benachbarten Route beginnen. Vor allen wenn es sich dabei um einen Mann handelt sollte diesem doch bewusst sein:”Multitasking ist nicht möglich!”

Aber nicht nur der Sicherungsmann ist für das Leib und Leben der Seilschaft verantwortlich! Was?, warum den nicht, mag sich hier der ein oder andere Fragen. Die Antwort lautet:”Wenn der Vorsteiger Unachtsamkeit duldet gefährdet er sich auch selbst.” Soll bedeuten, wenn der Sicherungsmann abgelenkt und nicht bei der Sache ist, wird er unmittelbar und sofort darauf angesprochen. Sollte es wiederholt vorkommen das er nicht auf Kommandos reagiert oder der Vorsteiger erkennt das der Sicherungsmann nicht mit vollem Bewusstsein bei ihm ist, so kann / muss auch mal eine Route abgebrochen werden. Das ist für den Vorsteiger vielleicht ärgerlich aber wenn etwas passiert ist das “Geschrei” wieder groß!

Also liebe Sichernden und Gesicherte, Augen auf …..