Donnerstag, 25.02.10, Frankfurt am Main – T-Hall.

Hört sich ja an sich erstmal gut an. Zumal die Herren Lau (abwesend) und Clos (krank-immer noch oder schon wieder!?) nicht durch Teilnahme glänzten, erklärte sich Timo (aus Berlin) bereit Kletterpartner zu spielen. Diese Aufgabe erfüllte er auch mit Bravour, um das gleich mal vorweg zu nehmen. Wir entschieden uns aus verkehrstechnischen Gründen für die sagenhafte T-Hall, nicht zuletzt bekannt für das überaus nette und hilfreiche Personal, aber dazu später mehr. An sich lief alles super, nicht so viel los wie sonst am Mittwoch auch mit Timo ergänzte ich mich gut. Andererseits war auch der Timo nicht ganz unschuldig am Aufreger des Klettertages. Situationsbeschreibung: Irgendeine dumme 6+/7- Route, vorne in der Ecke und natürlich mit Blumentopfgriffen, darunter eine dicke fette Matte. Ganz schick das Ding und natürlich richtig scheiße geschraubt. Aber auch das ist nichts Neues, denn wer schon einmal die Gelegenheit hatte sich in diesem ‘Klettertempel’ einzubinden, weiß natürlich was ich meine.
Anyway, Timo steigt vor, Kay sichert. Erste Exe, ca. 2m40cm hoch. Sackgefährlich. Timo auf dem Weg zur zweiten Exe, ca. 1m40cm weiter. Kay gibt schon mal Seil, weil was soll passieren. Dicke Matte und nicht mal 4m Höhe. Kay wird angesprochen, von der netten Tresenkraft. Name: Tanja.
Tanja: “Lass mal bitte nicht soviel Schlappseil, dass ist gefährlich wenn er jetzt fällt”
Kay: “Aha, aber da ist doch die Matte”
Tanja: “Aber die ist ja nicht dafür da. Ich weiß auch nicht warum die hier liegt”
Kay: “???” (denkt: Arbeitest du hier oder ich?)
Darauf folgte ein 2 minütiger Vortrag zum Thema Sicherungstechnik: Hier, nicht mehr als ein Meter von der Wand, was ist wenn er jetzt fällt, das zieht dich doch dann weg, bla bla bla.
Kay: (denkt: Halt die Fresse jetzt und mach mir n Tee)
Tanja hatte es dann aber immer noch nicht gereicht und stieg nochmal ein und belehrte mich wie ich das doch bitte machen soll. Nachdem ich nach dem ersten Teil noch verständnisvoll und einsichtig tat um sie schnell wieder loszuwerden, wurde ich nach der zweiten Belehrung offensiver.
Kay: “Erstens finde ich es ziemlich unglücklich Leute die gerade jemanden sichern zu erzählen was sie zu tun oder zu lassen haben. Zweitens bin ich der Meinung über genug Erfahrung zu verfügen, was jetzt sicher ist und was nicht (mit dem Hinweis das dies keinesfalls als Arroganz zu verstehen ist), und drittens, liebe Tanja, wenn du schon jemals irgendwo klettern warst, wo die Griffe nicht farblich markiert und aus Plastik sind, dann wüsstest du das dort in der Regel der erste Haken auch erst bei 4-6 Metern ist.”
Tanja: “Ja, ok, aber man muss ja auch Vorbild sein für Leute die noch nicht so gut klettern können”
Kay: “Alles klar..”

Man kann sich vorstellen, dass wir von nun an ein freundschaftliches Verhältnis pflegen und sie mir täglich Blumen bringt. Bitch.